UNO DUE TREE – Kunstausstellung

30.Mai bis zum 11. Juli 2008, Mo-Fr von 9 bis 20 Uhr

UNO DUE TREESeit sieben Jahren arbeitet die Künstlergruppe um die Künstlerin und Kuratorin Brigitte Neufeld aus Bad Liebenzell am Thema “Baum” als Symbol für die Beziehung des Menschen zur Natur, die zunehmend von Raubbau an den Ressourcen, Zerstörung von Lebensräumen und Reduktion der Artenvielfalt gekennzeichnet ist. In engem Bezug zur inneren und äußeren Raumsituation des Dessauer UBA-Gebäudes setzen neun Künstlerinnen ihre individuellen Intentionen in diesem Kontext um. Dabei entsteht ein erstaunliches Gefüge unterschiedlicher künstlerischer Einfälle und Techniken, das die Besucher in das Geschehen mit einbezieht und ihnen einen Erlebnis- und Reflektionsraum eröffnet.

Eröffnung 29.05.2008, 18.00 uhr
Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

Presseinformation Nr. 38 / 2008 von 28.05.2008 [263KB]

Es sprechen:
Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA
Charlotte Lindenberg, Kunsthistorikerin M.A., Dreieich

Performance:
Sarah Menger

Mit dem frei stehenden achteckigen Nomadenzelt, das Cornelia Fischer im Forum installiert, schafft die Künstlerin einen Meditationsraum , in dem vielfältige Sinneseindrücke des Waldes simuliert werden und die Künstlichkeit unserer Naturwahrnehmung erfahrbar wird. Synästhetische Assoziationen zu Licht, Blättergeraschel und Baumsilhouetten des Waldes weckt auch das große vierteilige Wandobjekt aus Papier von Irmtraut Klug-Berninger. Eine Toninstallation von Sevim Bäuerle gibt in verschiedenen Sprachen Kinderlieder über Bäume wieder. Ihre Videoinstallation fährt uns auf einen Waldspaziergang aus der Perspektive extraterrestrischer Besucher, die auf der Erde gelandet sind. Brigitte Menne setzt sich mit den mythischen Qualitäten des Baumes auseinander. Ihre Skulptur “Dafne” aus dem Schwemmholz eines Flusses greift die Geschichte von Apollon, dem Sonnengott auf, der die Erdnymphe und Flusstochter Dafne verfolgt um sie zu besitzen. Dafne entzog sich seinen Nachstellungen durch die Verwandlung in einen Baum. Die Verzweigungen des Baumes werden in Christine Straszewskis Wandarbeit “Stammbaum” am Außenfelsen des Hörsaals zum Sinnbild für die künstlerischen Wahlverwandschaften und geistigen Verwandschaftsbeziehungen zwischen KünstlerInnen. “Big Flora” heißt das Projekt von Silke Stock, bei dem sie Plastiken von Pflanzen gestaltet, die ihr verschiedene Menschen per Telefon beschrieben haben ohne deren Namen zu nennen. Brigitte Neufeldts Soundinstallation arbeitet mit Baumtexten von Bertold Brecht. “Wurzelwerk” und “Parklandschaft” heißen die komplexen Objekte von Angelika Summa aus Eisendraht und Kastanienblättern, die der Verwitterung preisgegeben werden.
Auf die Seidenbäume, die im Forum des UBA wachsen, nimmt die Recherche von Hedda Wilms Bezug. Die Künstlerin untersucht die Geschichte dieses Mimosengewächses und entwickelt aus mikroskopischen Betrachtungen schriftartige “Baumzeichen”.

Das Gesamtkonzept, das die Küntlerinnengruppe im UBA realisiert, geht der kulturellen Bedeutung des Baumes nach und versuchen auf seine Weise zur Sensibilisierung für den Arten- und Ressourcenschutz beizutragen.

Künstler: Sevim Bäuerle, Irmtraud Klug-Berninger, Brigitte Menne, Brigitte Neufeldt, Cornelia Fischer, Silke Stock, Christine Straszewski, Angelika Summa, Hedda Wilms

Die Ausstellung UNO DUE TREE ist geöffnet vom 30.Mai bis zum 11. Juli 2008, Mo-Fr von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Am 25.Juni um 19.30 Uhr findet in der Ausstellung die experimentelle Klangperformance “Die vier Elemente” des Now!-Ensembles statt.

Angelika Summa:ParklandschaftBrigitte Menne: Dafne

Links, Angelika Summa: Parklandschaft | Rechts, Brigitte Menne: Dafne

Irmtraut Klug-Berninger: Wald

Irmtraut Klug-Berninger: Wald

Christine Straszewski: Family

Christine Straszewski: Family

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